Stärkung der Widerstandsfähigkeit intelligenter Stromnetze
In der sich schnell wandelnden digitalen Landschaft der heutigen Zeit wird es zunehmend schwieriger, die volle Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit des Smart Grids sicherzustellen. Wie stellen wir sicher, dass das System nach einem Ausfall „zurückfedern“ und sich effektiv erholen kann? Die rasante Verbreitung des Internets der Dinge (IoT) hat eine Vielzahl intelligenter Geräte und Produkte hervorgebracht, die eine stärkere Vernetzung ermöglichen. In Kombination mit veralteter Infrastruktur hat dies die Anfälligkeit des Stromnetzes für mögliche Ausfälle und böswillige Angriffe erhöht.
Diese Herausforderung der Widerstandsfähigkeit zeigte sich zuletzt nach Hurrikan Harvey in Houston, Hurrikan Maria in Puerto Rico und sogar nach Superstorm Sandy im Jahr 2012, als Millionen Menschen tagelang ohne Strom waren. Im Fall von Puerto Rico sind mehr als 450.000 Menschen weiterhin ohne Strom, inzwischen vier Monate nach dem Sturm. Solche Ausfälle haben einen hohen Preis: Eine Studie des US-Energieministeriums aus dem Jahr 2013 ergab, dass durch Extremwetter verursachte Stromausfälle zwischen 2003 und 2012 durchschnittliche gesamtwirtschaftliche Kosten von 18 bis 33 Milliarden US-Dollar verursachten. Berücksichtigt man dies zusammen mit der wachsenden Sorge um die Cybersicherheit des Stromnetzes, wobei das US-Energieministerium darauf hinweist, dass das Stromsystem durch Cyberangriffe „unmittelbarer Gefahr“ ausgesetzt ist, überrascht es nicht, dass die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes für Versorgungsunternehmen oberste Priorität haben sollte.
Um das volle Potenzial des Smart Grids auszuschöpfen, müssen Investitionen in widerstandsfähigere Infrastruktur und Technologielösungen getätigt werden, die die Resilienz des Netzes gegenüber ungeplanten Ereignissen stärken, von Wetterereignissen bis hin zu Sicherheitsbedrohungen. Ein entscheidender Bestandteil dabei ist die Berücksichtigung innovativer Technologielösungen, die die Leistung in Echtzeit bewerten und die Informationen bereitstellen können, die erforderlich sind, um bei einem Problem proaktiv, effizient und wirksam zu handeln.
Unser Delta Smart Grid Network (DSGN™) beispielsweise bietet Echtzeitdatenfunktionen und aktive IoT-Geräteintegration überall dort, wo Strom vorhanden ist. Das Netzwerk kann Versorgungsunternehmen über unsere cloudbasierte Analyseplattform verwertbare Daten und Einblicke in ihre Systeme sowie deren Betriebsweise liefern.
Diese Infrastruktur ermöglicht es Versorgungsunternehmen, Probleme leichter zu erkennen und sofort Maßnahmen zu ergreifen, unabhängig davon, ob diese durch Naturkatastrophen, Cyberangriffe oder andere Ursachen entstehen. Wenn beispielsweise ein Stromausfall gemeldet wird, kann ein Versorgungsunternehmen den Ort des Problems schnell identifizieren, was normalerweise ein zeitaufwendiger, manueller Prozess ist. Durch diese verbesserte Sichtbarkeit werden Versorgungsunternehmen handlungsfähiger, und die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes wird entsprechend verbessert.
Eine weitere Lösung zur Stärkung der Netzresilienz könnte in der Berücksichtigung dezentraler Energie, Energiespeicherung und Microgrids liegen. Ein Beispiel aus Hurrikan Harvey zeigt, dass mehr als ein Dutzend H-E-B-Filialen in Houston ihre Beleuchtung und Ressourcen für die jeweiligen Gemeinden aufrechterhalten konnten, weil sie über erdgasbetriebene Microgrids verfügten.

